Was ist ein CHU?


CHU bedeutet Concourse Hippique Universitaire und ist ein Hochschulvergleichsturnier im Reiten, welches ehrenamtlich von der eigenen Reitgruppe für andere Studentenreitgruppen aus dem Umland ausgerichtet wird.

Die Turniersaison für Studentenreitturniere geht von September bis April. Also idealerweise antizyklisch zu
"richtigen" Reitturniersaison.

 


Wie Läuft ein CHU ab?


Das CHU beginnt Freitagabend mit einer Anreise in Fahrgemeinschaften und dem Einrichten in der Turnhalle! Anschließend bricht man auf zu einer Mottoparty, je nach Strecke läuft man zur Partylocation oder wird von der ausrichtenden Reitgruppe per Auto geshuttlet. 

 

Am nächsten Morgen startet man dann meistens top ausgeruht in den sportlichen Teil! ;) 

Der Sportliche Teil besteht aus Spring- und Dressurprüfungen der Klassen A bis M, die jedes Team (à 3 Reiter), absolvieren muss. Drei Reiter aus verschiedenen Reitgruppen treten auf dem selben Pferd gegeneinander im KO-Verfahren an, das heißt, dass sich je Pferd der beste Reiter für die nächste Runde qualifiziert. 

Am Samstag finden in der Regel die Dressurprüfungen statt und die erste Springrunde.

Nach einem Tag voller Reitsport steht am Samstagabend Thekensport auf der Poloparty an!

 

Am Sonntag geht es dann mit den  Springprüfungen weiter! Der krönende Abschluss des Wochenendes sind dann die Finalprüfungen beider Disziplinen und die anschließende Siegerehrung, bevor es wieder nach Hause geht!

 


Wer darf ein CHU Reiten?


Reiten darf auf den CHUs jedes Reitgruppenmitglied, welches das RA4 (ehemals großer Reitabzeichen) besitzt und somit sicher eine A-Dressur und ein A-Springen absolvieren kann! Das RA4 muss in beiden Disziplinen abgelegt worden sein! Dressurspezifische oder Springspezifische Abzeichen sind dabei nicht zulässig!

Grundsätzlich musst du auch nicht an einer Universität immatrikuliert sein! Nur wenn du Qualifikationen und die deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) reiten  oder für den DAR-Kader nominiert werden möchtest, musst du an einer Hochschule eingeschrieben sein. 

 


Brauche ich ein eigenes Pferd oder eine Reitbeteiligung?


Nein! Du brauchst kein eigenes Pferd um auf einem CHU reiten zu können! Die ausrichtenden Reitgruppen organisieren fremde Pferde, auf denen geritten wird. Somit startet jeder mit den selben Grundvoraussetzungen.

 

Wenn du ein eigenes Pferd hast, was sicher unter Fremdreitern läuft, würden wir uns natürlich sehr freuen, wenn es bei unserem CHU eingesetzt werden könnte.

 


Was muss ich wissen, um ein CHU zu reiten?


Ein Studentenreitturnier besteht meist aus 12 Mannschaften, wobei 9,15 und 18er CHUs auch möglich sind. 

Die erste Prüfung ist eine Mannschafts A-Dressur, für die man sich eine Pferdegruppe und den Startplatz auslost.  Eine Pferdegruppe besteht aus drei Pferden und wird von drei unterschiedlichen Mannschaften geritten. Wer zuerst und wer zuletzt auf den Pferden sitzt, wird nach Losverfahren entschieden!

Die Pferde werden von den Besitzern warm geritten, wobei du ihnen zusehen kannst! Da sieht man schon teilweise die ein oder andere Eigenschaft oder Besonderheit. Die Pferde werden dir von den Besitzern auch nochmal vorgestellt in der Pferdevorstellung, wobei sie dir kleine Tipps, Tricks und Besonderheiten erzählen. Aufpassen lohnt sich, denn die Pferde innerhalb der Pferdegruppe könnt ihr innerhalb eurer Mannschaft selbstständig zuordnen. Die unsichersten Pferde sind also am sinnvollsten für die sichersten Reiter, etc..

Anschließend übernimmt die erste Mannschaft die Pferde. Du hast 3 Minuten Abreitezeit, in denen du dich auf dein Pferd einstellen kannst, bevor die Prüfung beginnt.

Da nach KO-Prinzip geritten wird, kommt nur derjenige in die nächste Runde, der auf seinem Pferd die höchste Note hat.

Nach der Mannschaftsdressur sind die folgenden Runden eine L auf Trense, L auf Kandare und im Finale schlussendlich eine M Pflicht Dressurprüfung und eine Kür, bei der nur noch zwei Finalisten gegeneinander um den Sieg reiten.

 

Das Springen funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip!  Du hast zwei Probesprünge, die vorher festgelegt werden. Nach diesen Probesprüngen beginnt der Parcours. Die Runden sind meistens in folgenden Höhen aufgebaut:

85 cm, 95 cm ,105 cm, 115 cm

Wenn du reitest, musst du beide Disziplinen reiten. 

 

Wichtig ist!

Wenn du dich auf einem Pferd nicht wohlfühlst oder dir die Höhen im Springen nicht zutraust, ist es keine Schande die Hand zu heben! Es ist sogar gerne gesehen und gewünscht! Auch die eigene Mannschaft würde dir nie einen Vorwurf machen! Die eigene Sicherheit und die Sicherheit des Pferdes gehen in jedem Fall vor! 

Da wir als Reitgruppe fremde Pferde organisieren müssen, wünschen sich auch die Pferdebesitzer, dass man verantwortungsbewusst genug ist, um seine Grenzen zu sehen und diese auch einzuhalten!

 

Ansonsten ist der beste Ansatz einfach Spaß zu haben! 

 


Was ist die dhm?


Die DHM (Deutsche Hochschulmeisterschaft) ist das offizielle, sportliche Jahreshighlight der Saison! Ausgerichtet wird sie vom Allgemeinen Deutschen Hochschulverband (adh) in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Reiterverband (DAR) und der (jährlich wechselnden) ausrichtenden Reitgruppe.

Wie bei einem CHU treten die Reiter auf Fremdpferden in Dressur und Springen gegeneinander an. 

 


Wer darf auf der dhm reiten?


Auf der DHM sind die formellen Vorraussetzungen etwas strenger!

 

Welche Vorraussetzungen müssen die Reiter erfüllen?

Um die DHM reiten zu dürfen musst du an einer Hochschule eingeschrieben sein, die Mitglied im Allgemeinen Deutschen Hochschulverband (adh) ist.

Außerdem musst du im Besitz des RA3 sein. Auch hier sind Spring- oder Dressurspezifische Abzeichen nicht zugelassen!

 

Der Qualifikationsweg:

Die Qualifikation für die DHM läuft über ein ganzes Jahr und ist in zwei Phasen unterteilt:

die reguläre Saison und die DHM-Qualifikationsturniere!

 

Phase 1: Auf den regulären CHUs der Saison sammelt man Punkte für die offizielle adh-Mannschaftsrangliste! Dabei geht die Mannschaftsplatzierung ins Gewicht. Um überhaupt gewertet zu werden, muss eine Reitgruppe mindestens drei CHUs in der Saison gestartet sein.

 

Phase 2: Am Ende der regulären Saison qualifizieren sich die besten 24 Reitgruppen aus ganz Deutschland für die offiziellen DHM-Vorrunden.

Insgesamt reiten 12 Mannschaften um den Titel. Acht Teams kommen aus den Qualis. Die restlichen vier Plätze sind vorab fest vergeben an:

1. die Ausrichter-Reitgruppe der DHM

2. die amtierenden Meister

3. die Mannschaft, die am Ende der Saison Platz 1 der Rangliste belegt

4. die Gewinner des DAR-Cups (das Team mit den meisten CHU-Siegen der Saison)

 

Außerdem dürfen Reiter, die über die Saison besonders positiv aufgefallen sind, als Einzelreiter bei der DHM antreten! 9 Einzelreiter dürfen in sogenannten Mix Teams in der Einzelwertung Dressur und Springen mitreiten.

 

Die DHM unterscheidet sich insofern von herkömmlichen Studentenreitturnieren, als zusätzlich zu den normalen Einzelrunden noch ein Mannschaftsnale hinzukommt, an dem die drei besten Mannschaften aus den Grundrunden in Dressur und Springen teilnehmen.

 


Was ist das Obamt?


Das Obamt (kurz für: Obleute-Amt) ist die Chef-Position einer studentischen Reitgruppe an einer Universität. Wer dieses Amt innehat, leitet die Gruppe und organisiert Stammtische, Reiter für die CHUs,etc.

Beim Begriff Obamt handelt es sich um eine typische Wortkreation der studentischen Reitgruppen. Wenn jemand die Leitung einer universitären Reitgruppe übernimmt oder abgibt, spricht man in unserer Szene traditionell vom Obleutewechsel oder davon, das „Obamt“ zu übernehmen/abzugeben

Die von den einzelnen Reitgruppen gewählten Obleute (oder oft auch ein Duo/Trio), sind die Personen, die die Reitgruppe nach außen vertreten, Turniere (CHUs) koordinieren und die Teams aufstellen.

 


Was ist ein küken?


Ein Küken ist eine Person, die noch nie auf dem CHU geritten ist und noch nie mitgewesen ist.

 


Was ist Knoten?


Der Knotentanz (auch als Friesenrock bekannt) ist eine Free-Style Form des Rock 'n' Roll, der dem Discofox sehr ähnlich ist! Es ist also ein Paartanz, der sich dadurch auszeichnet, dass meist Wickelfiguren getanzt werden, oder Hebefiguren, die dafür sorgen können, dass man sich richtig miteinander verknotet ;)

Er ist aber auch super leicht zu lernen und ein fester Bestandteil jeder Party!

 


Was ist ein Schlabu?


Ein Schlabu ist die liebevolle Kurzform für Schlachtenbummler. Sie sind das Herzstück jeder Studentenreitgruppe, denn ohne sie macht das Reiten nur halb so viel Spaß! Bei den Studentenreitern bezeichnet man als "Schlabu"die Personen eines Teams, die nicht selbst aktiv am CHU teilnehmen, sondern das Team anfeuern und vor allem für die legendäre Partystimmung sorgen.

Sie sind also die Cheerleader, die Stimmungskanonen, die Mental-Coaches und der Party-Rückrat unserer Reitgruppe!

Das Beste daran: Für deine Karriere als Schlabu brauchst du kein eigenes Pferd und musst nichtmal wissen wo vorne und hinten ist am Pferd! ;)

Wichtig ist nur, dass du vor gute Laune sprühst und eine laute Stimme zum Anfeuern hast!

 

Ohne unsere Schlabus läuft auf keinem CHU etwas. Sie halten zwischen den Runden die Jacken, bewachen das Banner, sichern die besten Plätze an der Bande und sorgen dafür, dass wir auf der Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden standhaft bleiben! 

 


Zusatzpreise bei den CHU'S


S-Cup 

 

Bedeutung: Der härteste Preis des Wochenendes.

Definition: Geht an die Reitgruppe, die die Partys eröffnet oder geschlossen am längsten auf den Partys durchhält, bis zum Morgengrauen die beste Stimmung macht und am Morgen trotzdem einsatzbereit an der Bande steht und die Reiter anfeuert.

 

Baggerpreis

(auf immer weniger CHUs, dafür Kostümpreis für das beste Kostüm der Mottoparty immer beliebter)

 

Bedeutung: Die Flirt-Trophäe.

Definition: Ein traditioneller Sonderehrenpreis für die Einzelpersonen, die sich auf den Partys am intensivsten (und mehr oder weniger erfolgreich) um eine andere Person bemüht haben.

 

Kostümpreis

 

Bedeutung: Der Preis für den besten Look.

Definition: Ehrenpreis für das Team, das bei der Freitagsparty das kreativste, verrückteste oder aufwendigste Gruppenkostüm präsentiert. Je lauter das Motto gelebt wird, desto höher die Gewinnchancen.

 

Schnapschallenge

 

Bedeutung: Das sportliche Bar-Duell.

Definition: Eine Wertung an der Party-Theke. Hier gewinnt die Reitgruppe, die über das Wochenende kollektiv die meisten Kurzen bestellt und vernichtet hat.

 

Helferpreis

 

Bedeutung: Das Dankeschön für die Helden im Hintergrund!

Definition: Zeichnet die Reitgruppe aus, die die gastgebende Reitgruppe am fleißigsten unterstützt hat. Sei es beim Äpfelaufsammeln, Hindernisaufbauen, Pferde halten, etc.



Was ist FAKO?


CHU-Kultgetränk:

FaKo ist die allgemeingültige Abkürzung für Fanta-Korn und das offizielle Treibstoff-Elixier eines jeden CHUs. Schmeckt wie Fanta, wirkt aber wie ein Volltreffer!

ACHTUNG: Unterschätze niemals das Mischungsverhältnis des Gastgebers. „Der schmeckt ja gar nicht nach Alkohol“ sind historisch gesehen die letzten Worte vor dem Luma-Lager-Koma.

Trink-Tipp eines Profis: Wer am Sonntag noch die Siegerehrung aufrecht miterleben will, schaltet zwischendurch mal auf ein „Zwischenwasser“ um. Eure Leber wird es euch danken! ;)


Was wird auf den CHU'S gegessen?


Freitagsparty:

Mitternachtssnack

Samstag:

Frühstück, Mittag-, Abendessen

Sonntag: 

Frühstück, Mittagessen

 

Für die Verpflegung für das gesamte Wochenende zahlt man meist 40€.

 


Was kostet der Spass?


Das Startgeld für ein CHU beträgt 20€ pro Reiter. Diese Kosten trägt derzeit in unserer Reitgruppe aber die Reitgruppenkasse. Das ist nicht üblich in anderen Reitgruppen und hängt auch von der finanziellen Situation ab.

 

Die Verpflegungspakete kosten 40€ und werden von den Teilnehmern (Reiter und Schlabus) selber getragen.

Darin enthalten ist euer Rundum-sorglos-Essens-Paket für das gesamte Wochenende: Vollverpflegung tagsüber an der Anlage und der Eintritt zu den legendären Partys am Freitag- und Samstagabend.

 

Die Getränke sind nicht inklusive. Die Party- und Tresengetränke (wie Fanta-Korn) zahlt jeder selbst. Aber keine Sorge: Das Ganze läuft nach dem Prinzip „von Studenten für Studenten“ , das heißt die Preise an der Bar sind absolut fair und Studentenportmonaitfreundlich!  ;)